Sein fotografischer Werdegang

Zunächst einmal kann man sagen, dass Mathieu Birckels Schulzeit nicht gerade glänzend verlief. Jeder seiner Lehrer hatte seine eigene Erklärung dafür, aber keine davon war stichhaltig; erst viel später entdeckte er den Grund für seine Probleme.

Er wollte die Fotografie, seine Leidenschaft seit jeher, zu seinem Beruf machen. Aber nach zehn Jahren zwangen ihn Schwierigkeiten dazu, sich neu zu orientieren, denn er musste seinen Lebensunterhalt verdienen und hatte keine Scheu vor kleinen Jobs.

Auf den ersten Blick sieht man es ihm nicht an, wenn man seine Fotos betrachtet, aber Mathieu hat eine Behinderung. Erst als er Mitte fünfzig war, diagnostizierten die Ärzte bei ihm eine Sehbehinderung, die ihrer Meinung nach schon immer vorhanden gewesen war.

Heute ist er in einem gewissen Alter, frei wie ein Vogel und macht weiterhin die Fotos, die er liebt, trotz seiner Sehbehinderung. Er konzentriert sich dabei ausschließlich auf unbewegliche Motive. Er hat die Gabe, für seine Aufnahmen nur sein weniger geschädigtes Auge zu benutzen.

Er räumt ein, dass ihm sein Sehverlust trotz seines Unglücks auch ein Geschenk beschert: Wenn er ein Bild machen möchte, nimmt er nur das Schöne wahr, und sein schlechtes Sehvermögen blendet den Rest aus.

In seiner fotografischen Arbeit, die er oft nur wenige Schritte von seinem Zuhause entfernt ausübt, spielt er gerne mit dem Licht. Also steigt er früh morgens oder spät abends, kurz vor Sonnenuntergang, auf sein Fahrrad, denn um schöne Bilder zu schaffen, braucht man gutes Licht.

Er unternimmt regelmäßig Ausflüge in die Natur an dieselben Orte, wodurch er jedes Mal einen neuen Blick auf die Gegend werfen kann.

Am meisten liebt er den Frühling, das Symbol der Wiedergeburt, wenn die Bäume blühen und mit dem Licht spielen.

Nun möchte ich Sie ermutigen, sich Zeit zu nehmen und sich seine Arbeit anzusehen.

November 2025

error: Content is protected !!